Radsportler aus Yorkshire waren am Heiligenhauser Berg unterwegs

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Die Trasse der Brüderstraße, die heute mitten durch unser Overather Stadtgebiet von Westen nach Osten führt, ist schon seit prähistorischer Zeit eine wichtige Verbindung von Köln in Richtung Siegerland und Ostwestfalen. Vor einigen Jahren wurde diese Trasse als Jakobsweg Marburg-Siegen-Köln mit der blaugelben Jakobsmuschel markiert. In der West-Ost-Richtung ist sie als Elisabeth-Pfad mit roten Kennzeichen versehen. Genau auf diesem Kurs traf ich vor einigen Wochen eine muntere Gruppe von einheitlich gekleideten Radsportlern an. Als Besonderheit war im Kern der Gruppe ein Viersitzer mit einem Herrn und drei Damen dabei. Alle gehören der Werksmannschaft der Elektronikfirma oe-electrics aus der englischen Stadt Wakefield in Yorkshire an.

Wakefield grenzt an unsere englische Partnerregion Colne Valley-Huddersfield und liegt am Ostrand der Pennines. Mit 77000 Einwohnern ist der Ort ein historisches Zentrum des englischen Steinkohlenbergbaus. Das National Coal Mining Museum for England dokumentiert dort die Geschichte des Kohlebergbaus in Yorkshire. Die schlauen Sportler aus England bewältigten den Heiligenhauser Berg nicht auf der verkehrsreichen L 136 (früher B 55). Vielmehr benutzten sie den ruhigeren Elisabeth-Pfad auf der Trasse der Frielinghauser Straße, um die Höhe von Heiligenhaus zu erreichen.

An diesem Tag waren sie von Köln aus aufgebrochen, um bis Gummersbach zu gelangen. Es war der letzte Tag einer viertägigen Rheinland-Erkundung von der Domstadt aus. Ich habe mich sehr gefreut, unerwartet das Yorkshire-Englisch auf der Frielinghauser Straße zu hören. Schließlich habe ich mich in den 46 Jahren unserer Städtepartnerschaft mit Colne Valley bei unzähligen Freundschaftstreffen an diese Variante der englischen Sprache gewöhnen können.

– Siegfried Raimann

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